Wissenschaft in der Natur: Wir machen die Steinzeit für Grundschüler lebendig Teach article

Übersetzt von Petra Breuer-Küppers. Geht man mit den Schülerinnen und Schülern aus dem Klassenraum heraus, eröffnet sich eine große Menge an möglichen Aktivitäten, Kindern die Natur nahe zu bringen.

Mit freundlicher Genehmigung
von Dmitry Bogdanov;
Bildquelle: Wikimedia
Commons

In der Steinzeit zu leben wird keine vergnügliche Zeit für unsere Vorfahren gewesen sein, aber mehr darüber herauszufinden kann eine sehr unterhaltsame und lehrreiche Erfahrung für jüngere Kinder sein.

In den letzten zehn Jahren haben meine Kollegin und ich die didaktische Initiative “Eine Woche auf der Wiese” in unserer kleinen Schule ins Leben gerufen. Die Schule ist ausgerichtet auf Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 6 und 18 Jahren, die Lern- und Entwicklungsstörungen haben. Es begann mit einer einfachen Unterbrechung der Unterrichtsroutine, einer Chance für jüngere Kinder zu einer Verschnaufpause vom täglichen Stundenplan und dem Lernen im Klassenraum. Aber die Woche hat sich zu einem Bildungswerkzeug entwickelt, um eine Vielfalt von Themen rund um die Naturwissenschaften zu unterrichten, und wir denken, dass sie leicht abgewandelt werden kann für Grundschulkinder jeglichen Könnens.

Wir nutzten eine Jurte als
Regenschutz und um unsere
Materialien aufzubewahren
.
Mit freundlicher Genehmigung
von Petra Breuer-Küppers

Eine Woche in jedem Frühjahr oder Sommer verlassen zwei altersgemischte Klassen (6-11 Jahre), insgesamt 20 bis 30 Kinder, den Klassenraum, um auf einer nahegelegenen Wiese im Freien zu lernen. Am Anfang bewältigten meine Kollegin und ich das Projekt alleine; in den letzten Jahren hatten wir die Hilfe von Referendaren und einem Studenten. Wir haben auch die Unterstützung eines Bauern, der uns seine Wiese zur Verfügung stellt und Zugang zu seinen Feldern gewährt. Eine ansässige Pfadfindergruppe unterstützt uns mit einer Jurte, falls es regnen sollte. Unter diesen einfachen Bedingungen verbrachten wir unsere Tage mit Lernen über die Natur, jedes Jahr mit einem anderen Thema. 2010 untersuchten wir das Leben in der Steinzeit.

Obwohl wir Kinder mit Förderbedarf (wie Lernstörungen, Konzentrations-schwierigkeiten und motorischen Entwicklungsverzögerungen) unterrichten, macht es den Reiz der Woche auf der Wiese aus, dass sie eine ganze Breite von Aktivitäten absteckt, basierend auf unterschiedlichen Interessen und Schwierigkeitsgraden.

Mit freundlicher Genehmigung
von Nicholas T; Bildquelle:
Flickr

Eine nahegelegene Wiese mit einem Bach ist ideal, weil sie die Möglichkeit bietet, eine Reihe von Themen zu unterrichten, eingeschlossen Pflanzen, Insekten, Ernährung und Bau einfacher Konstruktionen. Wie auch immer, das Konzept ist flexibel genug, um an unterschiedliche Orte und Themen angepasst zu werden – in den Jahren davor hatten wir Themen wie Piraten, Ritter und Burgfräulein, Mittelalter, Pferde, Tiere auf dem Bauernhof, Schiffe, Fliegen und Olympische Spiele. Wenn man keinen Zugang zu einer Wiese hat, kann man evtl. auch einen örtlichen Park nutzen.

Eine steinzeitliche Pfeilspitze
Mit freundlicher Genehmigung
von Traitor; Bildquelle:
Wikimedia Commons

Das Projekt beginnt eine Woche bevor wir auf die Wiese gehen, mit einer Bücherkiste zu unserem gewählten Thema: in diesem Fall zur Steinzeit. Gemeinsam mit der Klasse sprechen wir über verschiedene Aspekte unseres gewählten Themas: z.B. über die Landschaft, die dort verbreitete Tier – und Pflanzenwelt und wie Menschen zu dieser Zeit lebten – Tiere jagend, Pflanzen sammelnd, über die Lebensbedingungen, das Familienleben, Werkzeuge usw. Besonders eifrige Kinder können in ihrer Freizeit zusätzlich weiterlesen.

Der richtige Spaß beginnt, wenn wir am ersten Tag die Wiese erreichen. Nach der Ankunft können die Kinder das Areal frei erkunden, das sie in den nächsten Tagen genauer kennenlernen werden. Die Bedingungen sind viel elementarer als die Kinder es gewöhnt sind. In den ersten paar Jahren, in denen wir das Projekt durchführten, hatten wir keine Toiletten; stattdessen gruben die Kinder ein Loch in die Erde und machten einen Sichtschirm aus Stöcken, Gras und Blättern. Auch wenn der Bauer uns später mobile Toiletten anbot, arbeiteten wir weiter ohne klares fließendes Wasser: Um Hände und Nahrungsmittel zu waschen verwendeten wir Wasser aus Kanistern; um Pinsel auszuwaschen nutzten wir Wasser vom Bach. Es ist sicherlich hilfreich einen Unterstand zu haben (wir nahmen eine Jurte) um das Material über Nacht zu lagern, oder um sich bei Regen tagsüber unterzustellen, aber andererseits sind die Anforderungen an die Infrastruktur gering. In der Tat können die jeweiligen Grundbedingungen auch in Lernerfahrungen umgewandelt werden. Sicherlich lässt das die Schülerinnen und Schüler, wenn sie am Abend nach Hause gehen, die Rückkehr ins 21. Jahrhundert schätzen.

Die Kinder gruben eine Toilette und bauten einen Sichtschirm um sie herum. Material zu sammeln und einen Sichtschutz zu bauen führte zu einer interessanten Aktivität mit eigener Berechtigung. Die Kinder mussten über die Bauart nachdenken – z.B. über die Widerstandsfähigkeit gegenüber mäßigem Wind und Regen und das Verstecken des Benutzers vor Blicken. Solche Aktivitäten waren eine Gelegenheit um etwas über Grundlagen der Wissenschaft und Technologie durch Versuch und Irrtum zu lernen.
Unsere Schülerinnen und Schüler versuchten zuerst eine Zelt-ähnliche Struktur zu bauen, aber das erschien zu klein, um hinein zu gehen. Ein zweiter und erfolgreicherer Versuch lehrte sie, dass sie mit langen, dicken Stöcken ein größeres und solideres Gebilde bauen können, aber für die Privatsphäre mussten die Löcher mit kleineren Dingen wie Gras, Moos und Blättern gefüllt werden.
Mit freundlichere Genehmigung von Petra Breuer-Küppers

Bei einer Reihe von Themen, bei einem großen Teil des Projektes ging es darum herauszufinden, wie sich die Menschen ernährten. Das ist eine große Chance für fächerübergreifendes Lernen, das eine große Auswahl an Aktivitäten bietet, die an verschiedene Leistungsstufen angepasst werden können und unterschiedliche Themen rund um Wissenschaft und Technik abdecken.

In unserem Steinzeitprojekt zum Beispiel war eine Gruppe damit beschäftigt, etwas über das Jagen zu lernen. Die Jäger-Gruppe – die bei Jungen wie bei Mädchen gleich beliebt war – stellte Pfeile und Bögen aus Ästen und Kordel herw1, und lernte, sie zu benutzen. Einen kleinen Wald in der Nähe zu haben, um Äste und Zweige zu sammeln, war eine große Hilfe, aber es wäre auch möglich, die Ausgangsmaterialien von irgendwo anders mitzubringen, wenn das notwendig ist.

Kamille
Mit freundlicher Genehmigung
von Fir0002; Bildquelle:
Wikimedia Commons

Diese Aktivität bietet beträchtliche Möglichkeiten für Experimente und Problemlösungenw2. Welche Art von Holz eignet sich am besten? Wie dick? Wie trocken? Und wie verschießt man am besten die Pfeile? Ist es besser mit oder gegen den Wind zu schießen? Sollte man geradeaus oder eher hoch schießen? Machen Federn an den Pfeilen die Flugbahn zielsicherer? Die Schülerinnen und Schüler äußerten viele dieser Fragen spontan selbst, aber Lehrpersonen können ebenso beim Strukturieren der Untersuchung helfen, indem sie Vorschläge machen und den Kindern die richtige Richtung weisen.

Kamille
Mit freundlicher Genehmigung
von Fir0002; Bildquelle:
Wikimedia Commons

Ganz klar, der Begleiter des Jagens ist das Sammeln. Wir haben eine Vielzahl von Sammelaktivitäten in unseren verschiedenen Wiesenwochen durchgeführt, als eine Methode um mehr über Pflanzen und Nahrungsmittel zu lernen. So sammelte z.B. eine Gruppe Kräuter wie Kamille, Minze und Zitronenmelisse für Kräutertees. Viele Kinder kannten sich nicht damit aus, so dass wir eine Verkostung durchführten und den Geruch der Pflanzen vor und nach dem Eintauchen in heißes Wasser testetenw2.

Löwenzahn
Mit freundlicher Genehmigung
von Anja Jonsson; Bildquelle:
Flickr

Eine andere Gruppe sammelte essbare Blätter wie die vom Löwenzahn, um einen Salat herzustellen, den die Klasse gemeinsam aß. Eine dritte Gruppe sammelte Weizenkörner vom Feld des Bauern, mahlte sie zu Mehl, machte Fladenw3, und probierte dabei verschiedene Backmethoden aus, einschließlich des Backens über offenem Feuer und auf heißen Steinen.

Als eine Ergänzung zur Brotback-Aktivität ist das Herstellen eines Feuers eine Art zu lernen, welche Materialien gut brennen und wie man es vermeiden kann die Landschaft zu zerstören, indem man vorhandene Materialien wie Sand, Erde und Wasser vom Bach nutzt, um das Feuer hinterher zu löschen. Das spielte ebenfalls eine Rolle in der Schlussphase unserer Woche auf der Wiese: der Einladung an die Eltern, damit sie sehen können, was ihre Kinder gelernt haben.

Bei dieser Art von Projekten ist die Sicherheit offensichtlich eine wichtige Überlegung. Wie auch immer, mit sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen hatten wir nur einen kleinen Unfall in 10 Jahren. Unsere Wiese ist eingezäunt und wir nutzten ein Flatterband, um den Kindern die Grenze des erlaubten Geländes zu verdeutlichen; Schülerinnen und Schüler, die nicht innerhalb der Grenzen des Bandes blieben, wurden zurück zur Schule geschickt. Zu jeder Zeit war jedes Kind ein Teil einer Gruppe in der Verantwortung eines Erwachsenen.

Minze
Mit freundlicher Genehmigung
von Zeetz Jones; Bildquelle:
Flickr

Wir trafen auch besondere Vorsichts-maßnahmen bezogen auf die Aktivitäten. Zum Beispiel ist es unerlässlich, essbare Pflanzen richtig zu identifizierenw4, man sollte auf örtliche Parasiten oder Gesundheitsrisiken achten und den Kindern nicht erlauben etwas zu essen ohne die Erlaubnis einer Lehrperson. In ähnlicher Weise müssen die Aktivitäten rund ums Feuer oder beim Bogenschießen eng überwacht werden.

Nachbildung von einem der
steinzeitlichen Gemälde in
der Altamira Höhle in
Spanien. Die Entdeckung der
Höhle 1880 entzündete eine
Diskussion darüber, ob
prähistorische Menschen den
Intellekt besitzen, irgendeine
Art von künstlerischem
Ausdruck zu produzieren
.
Mit freundlicher Genehmigung
von Ramessos; Bildquelle:
Wikimedia commons

Die genauen Aktivitäten, die Sie für Ihr Projekt nutzen, sind abhängig von Ihrem Thema und den örtlichen Bedingungen. Wir haben uns immer bemüht, auf welche Weise auch immer, praktische Aktivitäten einzubeziehen. Zum Beispiel hatten wir in dem Jahr, in dem unser Thema ´Pferde´ war, ein echtes Pferd, auf dem die Kinder reiten und dass sie pflegen konnten, wir machten Pferde aus Holz und kreierten Schmuck für die Pferdemähne, um nur ein paar Aktivitäten zu nennen. Als wir das Thema Piraten hatten, machten die Kinder Papierboote und veranstalteten ein Rennen auf dem Bach, lernten, wie man mit einem Säbel kämpft, spielten Spiele inklusive dem Entern anderer Schiffe, machten Piraten-Kleidung und Augenklappen.

Wie auch immer das Thema des Jahres ist, am letzten Tag bauen wir eine Ausstellung auf mit dem, was die einzelnen Gruppen gemacht haben. Zum Beispiel können die Eltern Pfeile und Bögen sehen und die Kinder erklären, wie sie diese gemacht und benutzt haben. Die Klasse präsentiert die verschiedenen Brennmaterialien, mit denen sie beim Feuer experimentiert hat, und demonstriert, welche besser oder schlechter brennen. Die Sammler laden die Eltern ein, die verschiedenen Sorten von Kräutern und Pflanzen zu probieren, die sie im Laufe der Woche gesammelt haben.

So wie es eine Chance ist sich mit dem hervorzutun, was sie gelernt haben, so verstärkt diese Veranstaltung auch das Lernen, indem sie den Wortschatz der Kinder erweitert und sie lehrt, wie man die Ergebnisse eines Experimentes präsentiert. Zuerst fürchteten wir, dass dieses stärker erkennbare didaktische Element der Wiesenwoche die Aktivitäten weniger lustvoll für die Kinder machen würde, aber in Wirklichkeit wurde es zu einer Quelle der Motivation. Überdies hilft es, das naturwissenschaftliche und technische Lernen in der Woche durch eine sprachliche Dimension auszuweiten.

Dies war die erste
selbstgemachte Suppe, die
einige unserer Schülerinnen
und Schüler je probiert
haben
.
Mit freundlicher Genehmigung
von Petra Breuer-Küppers

Der zentrale Punkt des letzten Tages ist das Kochen eines großen Topfes Suppe aus den frisch geernteten Gemüsesorten und Pflanzen von der Wiese und den Feldern – eine weitere Gelegenheit, etwas über Pflanzen zu lernen, aber auch eine allgemeine Einführung in gesundes Essen, und eine gemeinschaftliche Erfahrung für Kinder, Eltern und Lehrpersonen. Für die meisten unserer Schülerinnen und Schüler, von denen viele aus einem ungünstigen Umfeld stammen, ist das das erste Mal, dass sie versucht haben eine Suppe aus frischen Zutaten zuzubereiten. Über die Jahre hinweg haben wir gesehen, dass die Schülerinnen und Schüler die Idee der frischen Zubereitung von Nahrung mit nach Hause nahmen – ein perfektes Beispiel dafür, wie praktische und theoretische Elemente zusammen kommen.

Die Woche auf der Wiese bietet einen flexiblen Stundenplan, in den eine ganze Reihe von Aktivitäten verankert werden können, die von Lehrern und Schülern gemeinsam entwickelt und ausgewählt werden. Zum Beispiel finden wir als Ergänzung zum Kern Naturwissenschaften in unserer Wiesenwoche Zeit für Lieder und Spiele, Bastelarbeiten und haben auch schon einen Besuch beim örtlichen Imker eingebaut. Es ist also auch eine Gelegenheit, außerschulische Partner einzubinden– in unserem Fall den Bauern, den Imker und die örtlichen Pfadfinder – und es unterbricht die Routine vom Lernen im Klassenraum.

Zuletzt repräsentiert die Woche eine ganzheitliche Art des Lernens und kombiniert verschiedene Aspekte von Naturwissenschaften mit praktischen Aktivitäten, die eine echte Bedeutung für das Leben der Kinder haben.

Download

Download this article as a PDF

Web References

Resources

  • Cornell J (2006) Sharing Nature with Children: The Classic Parents’ & Teachers’ Nature Awareness Guidebook. Nevada City, CA, USA: Dawn Publications. ISBN: 978-1883220730
  • Danks F, Schofield J (2007) Nature’s Playground: Activities, Crafts, and Games to Encourage Children to Get Outdoors. Chicago, IL, USA: Chicago Review Press. ISBN: 978-1556527234
  • Danks F, Schofield J (2009) Go Wild!: 101 Things to Do Outdoors Before You Grow Up. London, UK: Frances Lincoln Publishers. ISBN: 978-0711229396
  • Hurdmann C (2012) Hands-On History! Stone Age: Step Back to the Time of the Earliest Humans, with 15 Step-by-Step Projects and 380 Exciting Pictures. San Francisco, CA, USA: Armadillo Books. ISBN: 978-1843229742
  • Fischer-Rizzi S (2012) Cook Wild: Year-Round Cooking on an Open Fire. London, UK: Frances Lincoln Publishers. ISBN: 978-0711232815
  • Kallas J (2010) Edible Wild Plants: Wild Foods From Dirt To Plate. Layton, UT, USA: Gibbs Smith. ISBN: 978-1423601500
  • Karlin M (2009) Wood-Fired Cooking: Techniques and Recipes for the Grill, Backyard Oven, Fireplace, and Campfire. Berkeley, CA, USA: Ten Speed Press. ISBN: 978-1580089456
  • Meyer K (2011) How to Shit in the Woods: An Environmentally Sound Approach to a Lost Art. 3rd Edition. Berkeley, CA, USA: Ten Speed Press. ISBN: 978-1580083638

Author(s)

Petra Breuer-Küppers war 25 Jahre lang Lehrerin an einer Schule. Nach dem Studium der Fächer Biologie, Physik und Musik arbeitete sie als Lehrerin sowohl an Regel- als auch an Förderschulen. Jetzt arbeitet sie an der Universität zu Köln, Deutschland, bereitet sich auf eine Promotion vor und unterrichtet Universitätsstudenten. Sie ist vor allem interessiert am Unterrichten von Naturwissenschaften in Grundschulklassen, an Experimenten im Unterricht und an der Verbesserung sprachlicher Fähigkeiten. Sie kann kontaktiert werden unter pbreuerk@uni-koeln.de, und freut sich, wenn sie Lehrerinnen und Lehrern, die das Konzept der Wiesenwoche übernehmen wollen, Einblicke oder Hilfen geben kann.


Review

Das Aufbauen eines Steinzeit-Camps für Grundschulkinder ist ein exzellentes Beispiel für fächerübergreifendes Lehren und Lernen. Es kombiniert Physik, Umwelterziehung, Technik und so viele andere Disziplinen, wie die Lehrperson einschließen möchte.

Die vorgeschlagenen Aktivitäten sind ungewöhnlich und bieten einen alternativen Weg des Lehrens für viele naturwissenschaftliche und technische Themen wie den Bau eines Zeltes, Sammeln, Bestimmen und Benennen von Kräutern, und grundlegende Mechanik (Schießen mit einem Pfeil). Ich kenne keine Schule in meinem Land (egal ob Förder- oder Regelerziehung), die ihren Schülerinnen und Schülern solche Gelegenheiten bietet.

Es ist vielleicht nicht einfach, solche Aktivitäten zu organisieren, aber es ist auch nicht unmöglich. Und auch wenn das erste Mal schwierig sein kann, in den folgenden Jahren wird es einfacher sein. Mit guter Vorbereitung durch die Lehrer und entsprechender Unterstützung der Verantwortlichen in der Schule und der Eltern, gewinnen die Schülerinnen und Schüler viel mehr bei diesem Projekt als sie beim Lernen im Klassenraum gewinnen würden. Außerdem bietet das Erhalten von Hilfe von anderen Menschen oder Gruppen (z.B. Bauer oder Pfadfinder) außerhalb der Schule einen großen erzieherischen und sozialen Nutzen für die Kinder.

IAnstelle eines Platzes auf der Wiese können die Aktivitäten unzweifelhaft auch in einen nahegelegenen Park oder an ein Flussufer gelegt werden, die in einer Stadt leichter zu finden sind.


Christiana Nicolaou, Zypern




License

CC-BY-NC-SA